Dos and Don'ts in der Wettkampfvorbereitung

Valentin Belz 20. September 2017

Wenige Tage vor dem Rennen, wenn die Nervosität langsam aber sicher steigt, tauchen vielerlei Fragen auf: Soll ich das tun oder besser lassen? Dies sind die wichtigsten Dos and Don'ts.

Dos:

  • Erholung und die Schlafstunden erhöhen
    Vermeide Stress und grössere Abendaktivitäten. Achte vielmehr darauf, dass du erholt an der Startlinie stehen wirst, indem du täglich Zeit für Mikropausen reservierst und mehr als normal schläfst.

  • Speicher füllen
    Sorge für einen vollen Tank, damit die Energie möglichst bis zur Ziellinie reicht. Dies erreichst du, indem du in den letzten drei Tagen vor dem Wettkampf die Menge an Kohlenhydraten und Flüssigkeit etwas hochschraubst, ohne aber die Proteine und Fette gänzlich zu vergessen.

  • Details klären
    Sorge für stressfreie Tage vor dem Rennen, indem du im Vorfeld bereits abklärst, ob du zum Beispiel auf der Startliste bist, wann der Startschuss fällt, wie du anreist oder welche Verpflegung angeboten wird. Solltest du Probleme mit der angebotenen Verpflegung haben, bring dein bevorzugtes Produkt mit ans Rennen und teste es nochmals in der Vorbereitung.

  • Höhenprofil studieren und Training anpassen
    Schau dir bereits im Vorfeld das Profil deines Rennens an und simuliere die spezifischen Anforderungen im Training. Lauf beispielsweise ebenfalls eine längere flache Strecke, ehe du einen Berg erklimmst. Oder baue steile Abwärtspassagen ein, wenn das im Rennen auch verlangt sein wird.

  • Wettkampfstrecke ablaufen
    Je genauer du jeden Meter der Strecke kennst, desto besser vorbereitet bist du fürs Rennen. Sollte es dir deshalb möglich sein, im Vorfeld der Veranstaltung einen Teil der Strecke abzulaufen, umso besser. 

  • Realistische Zielzeit und Wettkampfgeschwindigkeit berechnen
    Wenn du weisst, wie es um deine Leistungsfähigkeit steht, kannst du eine realistische Endzeit berechnen beziehungsweise dein Tempo im Wettkampf entsprechend wählen. So hast du die Gewissheit, dass du auch auf der zweiten Streckenhälfte noch Energie hast, um Plätze gut zu machen und das Rennen zu geniessen.

  • Das Wetter im Auge behalten
    Passe deine Ausrüstung, das Tempo und den Sonnenschutz den Bedingungen an. Insbesondere bei kalten Temperaturen lohnt es sich auf Nummer sicher zu gehen und gut gerüstet zu sein mit zusätzlichen Kleidungsschichten.

  • Positiv denken
    Positive Gedanken haben eine grosse Wirkung. Mach sie dir zunutze, indem du dich positiv aufs Rennen einstellst und Negativem keinen Platz gibst.

Don’ts:

  • Experimente wagen
    Tue nur, was du im Vorfeld ausprobiert und getestet hast. Dazu gehören zum Beispiel die Wettkampfverpflegung oder der Einsatz von neu gekauftem Material.

  • Verpasstes nachholen
    Wenn du in den letzten Wochen und Monaten zu wenig Zeit zum Trainieren hattest, versuche auf keinen Fall, dies in den letzten Tagen vor dem Rennen nachzuholen. Achte vielmehr darauf, dass du gut ausgeruht ins Rennen steigst.

  • Ungewohnte Belastungen machen
    Vermeide Bewegungen und Belastungen, die du dir nicht gewohnt bist und die eine längere Regenerationszeit nach sich ziehen würden. Verzichte zum Beispiel auf die Einladung zum Squashen in der Wettkampfwoche oder die Einladung zum Umzugskarton schleppen.

  • Sightseeing vor dem Rennen machen
    Leg dich auf die faule Haut, statt dich mit einem langen Tag auf den Beinen unnötig zu ermüden. Verschiebe das Sightseeing auf den Tag nach dem Rennen.

  • Hungern für das Renngewicht
    Klar, das Körpergewicht ist mitentscheidend für ein erfolgreiches Abschneiden im Rennen. Aber wenn du in der letzten Woche allzu fest hungerst, um das Wunschgewicht zu erlangen, wirst du unnötig Substanz verlieren.