So findest du die perfekte Velo-Route

19. Juli 2020

Noch nie war die Planung von Velotouren so einfach wie heute. Die wichtigsten Tipps.

Die Schweiz ist ein wahres Velo-Wunderland. Gut unterhaltene Teerstrassen und Velowege, unzählige Wald- und Forststrassen sowie abgelegene Single- und Bergtrails bieten alles, was das Rennvelo-, Touren- und Bikerherz begehrt. Nicht immer einfach hingegen war es lange Zeit, den idealen Weg zu finden, wenn es in unbekannte Gebiete ging.

Die Planungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren aber drastisch verändert. Mit ausgetüftelten Apps und detailliert hinterlegtem Kartenmaterial kann man heute am PC Touren planen, die man früher kaum gefunden hätte. Die verschiedenen Touren-Hilfen im Überblick:

Karte als Back-up

Du navigierst bei Fahrradtouren immer noch mit einer Papierkarte? Als Notfalllösung durchaus auch heute noch sinnvoll, falls Smartphone oder Bike-Computer die Puste ausgehen, was bei langen Touren durchaus passieren kann. Ein Blick auf die Karte hilft zudem, den grossen Überblick zu bewahren und nicht nur dem Pfeil auf dem Navi zu folgen. Wer aber schnell und ohne Zeitverlust den richtigen Weg abfahren will, ist mit den modernen, digitalen Navi-Möglichkeiten der klassischen Karte deutlich überlegen.

Smartphone oder Navi?

Zahlreiche Optionen buhlen um die Gunst von Millionen Fahrradkunden. Am naheliegendsten ist es für Einsteiger, für die Navigation auf dem Velo das Smartphone zu nutzen. In der Grundausstattung stehen Apple Karten und Google Maps schon vorinstalliert bereit, und wenn du in einem Gebiet mit guter Netzabdeckung unterwegs bist, kann es ohne Vorbereitung losgehen.

Wenn du richtig detaillierte Karten nutzen willst, auf der auch Singletrails eingezeichnet sind, bist du mit Zusatz-Apps – wie beispielsweise Schweiz Mobil oder das Touren-App Komoot – besser bedient. Als robuste Alternative zum Smartphone gibt es spezialisierte Navis extra für Velofahrer. Hier unterscheidet man grob zwei Geräteklassen: Die komfortableren Navis kommen mit installierten Strassen- und Topokarten, wie man sich das bei einem echten Navi vorstellt. Abgespeckte Geräte weisen einfach grob die Richtung per Pfeilnavigation.

Handy punktet mit Display

Da das Smartphone ohnehin immer dabei ist, stellt es für viele Nutzer auch auf der Fahrradtour die erste Wahl als Navi dar und wird zweifellos immer mehr vom Kuchen der Fahrrad-Navigation abschneiden. Das Display eines modernen Smartphones ist meist grösser als dasjenige von herkömmlichen Navis und die Bildschirmauflösung ist brillant und derjenigen eines Navis überlegen. Es macht also durchaus Sinn, zuerst auszuprobieren, ob ein Smartphone bereits die von dir gefragten Dienste leistet oder ob du ein robustes Navi für mehrtägige Touren bevorzugst.

Fahrrad-Navis sind Spezialisten

Spezielle Fahrrad-Navis weisen durchaus auch einige Vorteile gegenüber dem Smartphone auf. Reinrassige Navis sind robuster gebaut als Smartphones und können auch mal runterfallen oder nass werden. Ausserdem sind Bike-Navis als Spezialgeräte übersichtlicher zu bedienen als Smartphones.

Die Geräte kosten allerdings mehr als eine Handy-Halterung und lohnen sich erst, wenn das Fahrradhobby intensiver betrieben wird bzw. wenn du zum Beispiel mit der Akkulaufzeit des Natels, dessen GPS-Genauigkeit oder einem schwer ablesbaren Display bei Sonneneinstrahlung nicht zufrieden bist. Für Freizeit- und Tourenradler sind reinrassige Fahrrad-Navigationssysteme wie beispielsweise der Garmin Edge Explore gedacht. Sie navigieren sehr genau per GPS und kommen mit vorinstallierter Karte.

Du möchten wissen, wie man konkret eine Tourenplanung machen kann? Dann lies den ausführlichen Artikel dazu hier.