Tipps fürs Wintertraining

Valentin Belz 14. November 2018

Die Tage sind kurz geworden. Sehr kurz sogar. Weit weg sind die langen Abende und angenehmen Temperaturen. Und Besserung ist eine ganze Weile nicht in Sicht. Dies hat häufig Einfluss auf unsere Motivation und unsere Trainingsgewohnheiten. Unsere Tipps sollen dir helfen, diese «unfreundliche» Zeit erfolgreich zu meistern.

Mut zur Pause

Die Zeit im November eignet sich bestens dazu, eine Trainingspause einzulegen. Der Saisonhöhepunkt ist meistens vorbei und die äusseren Bedingungen sind wie geschildert nicht gerade einladend. Darum nichts wie los und eine zwei- bis vierwöchige Pause einlegen, um danach doppelt motiviert ins Wintertraining einzusteigen.

Intensität reduzieren

In den Wintermonaten sollte die Trainingsintensität bewusst reduziert werden. Im Vordergrund stehen der Aufbau und die Pflege der Grundlagenausdauer. Wer sich daran hält, profitiert im Frühling, wenn das nächste grosse Ziel spezifisch vorbereitet wird, gleich mehrfach: Das Ausdauerniveau ist höher, das Training wird besser verkraftet, die Erholung ist beschleunigt und die nun höheren Intensitäten bewirken einen zusätzlichen Leistungssprung.

Meister werden im Winter gemacht

Kontinuität ist ein Schlüssel zum Erfolg. Wer im Winter sein Trainingsgerät hingegen nie anrührt, startet im Frühling wieder bei Null. Wer seine Leistung optimieren will und auch während den Wintermonaten von den positiven Effekten des Ausdauertrainings profitieren möchte, plant deshalb eine Trainingspause nach dem Saisonhöhepunkt fix ein und nimmt danach das regelmässige Training wieder auf.

Kleine und grosse Ziele setzen

Ohne Ziel ist bekanntlich kein Weg der richtige. Wenn du ein Ziel hast und weisst, warum du es erreichen willst, findest du einen Weg und gibst nicht auf halber Strecke auf. 
So erreichst du deine Ziele in 3 Schritten:

  1. Bestimme zuerst ein realistisches Ziel. Stell dir den Endzustand ganz genau vor. Wie fühlst du dich dabei? Was ist anders als heute? Wie wirst du dich belohnen, wenn du dein Ziel erreicht hast?
  2. Überleg dir, warum du das Ziel erreichen willst. Es sind deine Emotionen, die dich antreiben. Mach dir deshalb genaue Gedanken, was dir ganz persönlich wichtig ist. Wofür bist du bereit, dich wirklich anzustrengen?
  3. Schreib auf, wie du dein Ziel erreichen willst. Was schwarz auf weiss vorliegt, wirkt verbindlicher und verpflichtend. Am besten hängst du das Blatt dorthin, wo du täglich mindestens einmal hinschaust.

Beispiel

Ziel:
3x pro Woche laufen

Warum: 
Ich möchte wieder das gute Laufgefühl haben und mich insgesamt fitter fühlen.

Weg:
Ich besorge mir warme Laufutensilien und Licht.
Ich löse ein Trainingsplan Abo und weiss damit immer, wie lange und wie schnell ich laufen soll.
Ich plane die drei Trainingseinheiten fix in meiner Agenda ein.

Mit der richtigen Ausrüstung macht es doppelt Spass

Wer im Winter trainiert, braucht eine entsprechende Ausrüstung für die kälteren Temperaturen und die Dunkelheit. Reflektierende Kleider, eine Stirnlampe oder blinkende Lichter sind Pflicht. Wer auf Schnee läuft, braucht je nachdem andere Schuhe.

Flexibel sein

Wer nicht gerne bei Dunkelheit trainiert, legt sein Training auf die Mittagszeit oder weicht ins Fitnesscenter aus. Auf dem Laufband kann der Dauerlauf prima durchgeführt werden. Zudem bietet es sich an, gleichzeitig auch noch etwas im Bereich Kraft zu tun. Die wichtigsten Tipps dazu gibt es hier.

Alternative Sportarten einbauen

Im Alpenraum gibt es saisonale Sportarten, die sich geradezu als Trainingsalternativen aufdrängen. Wer im Winter regelmässig auf die Langlaufskier steht, wird im Frühling mit Freude feststellen, dass der Leistungszustand top ist.

Stadt-, Weihnachts- und Silvesterläufe als Motivator

Wer sich gerne mit anderen misst, hat im November und Dezember eine Vielzahl an Möglichkeiten, an Laufveranstaltungen teilzunehmen.